Von Kokoschka, über Dalí bis Arno Breker: die Adenauer Künstlerporträts sind ab Ende Oktober in einem anderen Berliner Bezirk. Infos bald auf dieser Website!

Kokoschka malt Adenauer

Kokoschka malt Adenauer
 

Die Illustrierte „QUICK“ hatte den Maler Oskar Kokoschka gebeten, den Altkanzler Konrad Adenauer zu malen. Oskar Kokoschka sollte sein sechsstelliges Honorar der Stiftung „Kinder in Not“ spenden.

Oskar Kokoschka wollte zunächst nicht. Er sollte nach Bonn kommen,…  (weiterlesen bitte Foto anklicken)

 dort hatte er bereits den Bundespräsidenten Heuss gemalt  – einen antiquarischen Druck dieses Bildes zeigen wir in der Ausstellung. „Und wo ich schon einmal gemalt habe, da gehe ich nicht wieder hin“, sagte Kokoschka, und „ich wollte Adenauer in Ruhe malen und nicht irgendwo, wo ihn eine Konferenz nach der anderen oder ein Besucher nach dem anderen mir wegnimmt“ (Zitat nach „Adenauer und Kokoschka – Bilder einer Freundschaft, Sven Simon Econ-Verlag, Düsseldorf, Wien, 1967). Er musste bis 1996 warten.

Oskar Kokoschkas Engagement für „Kinder in Not“ war bekannt – UND in der Ausstellung können Sie dies von ihm selbst hören, denn wir zeigen erstmals in Deutschland Filmaufnahmen, die während der dreiwöchigen Mal-Aktion in Adenauers Urlaubsort Cadenabbia entstanden sind.

Nach seinem ersten Besuch in der Villa La Collina in Cadenabbia sagt Kokoschka (Zitat nach „Adenauer und Kokoschka, s.o.):

„‘Ich dachte, ich soll einen alten Mann malen. Aber auf mich kam ein blonder, schlanker Mann zu, schlank und aufrecht, ein junger Mann. Wie er steht! So! Gerade!‘ Der Achtzigjährige (Kokoschka) ist von dem Neunzehnjährigen begeistert. ER springt auf, ahmt die Haltung des Kanzlers nach und beschließt: ‚Ich werde ihn stehend malen.‘ So geschieht es.“

Das Porträt hat der jetzigen Bundeskanzlerin, Angela Merkel so gut gefallen, dass es jetzt in Ihrem Arbeitszimmer im Bundeskanzleramt hängt. In der Ausstellung zeigen wir einen Druck in Originalgröße.